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Schule
 

Wie wir selber (weiter)lernen ...

Der wohl bedeutendste Bereich, in dem die Sekundarschule Haaren selber (weiter)lernt, ist die bereits seit vielen Jahren sehr intensive Schulprogrammarbeit. Stand bis 2005 vornehmlich die Aufnahme des IST-Zustandes auf den Tagesordnungen der Steuergruppe, so rückte inzwischen die inhaltlich-qualitative Arbeit mit ausgesuchten Entwicklungszielen in den Vordergrund. Das Schulprogramm der Sekundarschule Haaren spiegelt dementsprechend den aktuellen Stand der pädagogischen Arbeit wider und ist aus zahlreichen Diskussionen im gesamten Kollegium und in der Schulkonferenz entstanden.

Ein gutes Beispiel für die bisherige Schulprogrammarbeit ist das Thema „Streitschlichtung“. Das Problem war hier wie anderswo gleich: Jungen (auch Mädchen) neigen dazu, Konflikte vor allem körperlich auszutragen. Aggressionen werden häufig abgebaut durch körperliche Gewalt. „Respekt“ wird mit „Furcht“ oder „Angst“ gleichgesetzt. Mangelnde Anerkennung ist ein Auslöser für die Anwendung aggressiver Gewalt in Wort und Tat.

Durch eine gewaltfreie Konfliktbearbeitung und Stärkung der Kommunikationsfähigkeit wollte man das Problem an der Sekundarschule Haaren lösen. Voraussetzung für dieses Programm war das einstimmige Votum des Kollegiums, die Teilnahme einer Kollegin und eines Kollegen an der ganzjährigen Fortbildung „Streitschlichtung an Schulen im Kreis Heinsberg“, eine schulinterne Fortbildung für das gesamte Kollegium und die Bereitschaft, nach erfolgter Ausbildung einen Raum für die „Streitschlichtung“ an der Schule als Büro zur Verfügung zu stellen.

Seit Beginn des Schuljahres 2001/2002 werden Unterrichtseinheiten "Streitschlichtung" an der Schule angeboten, mit dem Ziel, am Ende des Schuljahres SchülerInnen als ausgebildete StreitschlichterInnen an der Sekundarschule Haaren einzusetzen.

Gezielte Förderung von SchülerInnen

Zu Beginn und am Ende der 5. Klasse wird ein diagnostischer Rechtschreibtest (Hamburger Schreibprobe) durchgeführt, der es ermöglicht, den SchülerInnen gezielt im Förderunterricht beim Abbau von Defiziten zu helfen. Auch wird hier bereits der Einsatz spezieller Lern-Software forciert, um gezielt Fehlerquellen durch Übungen abbauen zu können. Die Bewertung der Rechtschreibleistung ist für alle Schulen im Kreis Heinsberg nach den Vorgaben des Qualitätszirkels Deutsch verbindlich.

Zum Einsatz kommen immer häufiger auch mathematische Lernprogramme sowie Lernspiele zu den Grundrechenarten. Hierfür stehen dem Fachunterricht ein Informatikraum sowie einzelne PC’s in den Klassenräumen zur Verfügung.

Englisch ist neben Deutsch und Mathematik ein Kernfach und wird in allen Jahrgangsstufen mit wöchentlich vier bis fünf Unterrichtsstunden erteilt. Im Englischunterricht lernen die SchülerInnen den praktischen Gebrauch der englischen Sprache soweit, dass sie sich damit in Alltagssituationen (schriftlich und mündlich) zurecht finden können. Hierbei kommen Realgegenstände (insbesondere im ersten und zweiten Lernjahr), Kassettenrekorder und sonstige elektronische Medien zum Einsatz, mit dem Ziel, den Unterricht praxisnah und lebendig zu gestalten.

Teamarbeit

An der Sekundarschule Haaren arbeitet ein relativ kleines Kollegium zusammen. Fächerbezogene Absprachen werden in den jeweiligen Fachkonferenzen getroffen. In diesen werden auch schulinterne Lerninhalte vereinbart. Klassenarbeiten werden in den Kernfächern Deutsch, Englisch und Mathematik in allen Jahrgangsstufen parallel geschrieben, analysiert und bewertet (in Anlehnung an die Kernlehrpläne). Ziel ist es, eine gemeinsame Basis (im Hinblick auf Lernstandserhebungen / Einteilung in Differenzierungsgruppen) zu schaffen. Da die Lerninhalte für jede Jahrgangsstufe festgelegt werden, erleichtert dies die Arbeit beim Fachlehrerwechsel in einer Klasse. Die Gefahr, in festgefahrenen Formen stecken zu bleiben, wird durch den regelmäßigen Austausch von Ideen verringert. Teamarbeit bedeutet für das Kollegium eine Arbeitserleichterung und eine Qualitätssteigerung des Unterrichts. Fächerübergreifende Unterrichtseinheiten erfolgen in Absprache mit den jeweiligen Fachkollegen. Voraussetzungen für Teamarbeit innerhalb des Kollegiums sind Kollegialität, Tolerierung der verschiedenen Persönlichkeiten, gegenseitige Respekterweisung, sich auf andere einlassen können.